Buckhauserstrasse, Zürich

Die Überbauung «Atrio», das sind 101 Wohnungen mit einem Mix aus kompakt geschnittenen 2.5-, 3.5- und 4.5-Zimmerwohnungen. Das Gebäude nimmt städtebaulich die u-förmige Typologie des Nachbarhauses an der Badenerstrasse auf und spiegelt sie, wodurch ein parzellenübergreifender Innenhof entsteht. Die Wohnungen werden über eine hofseitige, grosszügige Laubengangschicht erschlossen. Die Typologie kann mit der einer gestapelten Reihenhauswohnsiedlung verglichen werden. Man begegnet sich auf dem Weg in seine Wohnung, sieht einander über den Hof hinweg. Man wohnt zusammen, anstatt für sich allein. Die geschossübergreifenden Laubengänge dienen der Wohnüberbauung als Kommunikationsschicht, hier läuft man sich über den Weg und tauscht sich aus, verabredet sich zu einem Feierabendbier oder vereinbart ein Treffen im Hof.

Eine 3.5-Zimmer Durchschusswohnung ist der Grundbaustein der Überbauung und gibt das Raster der Schottenbauweise vor. Die Wohnung betritt man, vom Laubengang kommend, über eine Loggia, direkt in den Koch- und Essbereich. Jede dieser Wohnungen weist einen eher öffentlichen Raumcharakter zum Hof und einen privateren zur Gebäudeaussenseite auf. Die Aktivitäten des Kochens und Essens sind dabei auf die Hofseite ausgerichtet, wohingegen der Wohnbereich mit einer zusätzlichen Loggia und einem zweiten Schlafzimmer gegen aussen und somit privater angeordnet sind. Der Hofraum ist nordwärts gerichtet und mit Kletterpflanzen an Seilbespannungen gestaltet und unterteilt. Die vertikale Bepflanzung aus Pfeifenwinden und Jungfernreben machen den Hof zu einer grünen Oase, spenden Schatten und Luftfeuchte, sie wirken übergreifend als Sicht- und Schallfilter. Mit den sich saisonal ändernden Farben ihres Blätterwerks, bewirken die Rankpflanzen einen sich stetig wechselnden Ausdruck des Aussenraumes. Der Schattengarten auf Erdgeschossebene lädt mit Farn- und Schilfbepflanzungen, den Brunnen- und Sitzmöbeln und der umlaufenden Arkaden der Laubengänge in den immer heisser werdenden Stadtsommern zum Verweilen und Abkühlen ein. Die Hoffassaden bestehen aus rot getünchten Holzverkleidungen. Die sägerohen Bretterschalungen und Balken verleihen dem Hofraum mit ihrer Oberflächenstruktur und dem sorgfältigen Farbkonzept die nötige Wärme und Wohnlichkeit. Die «weiche» Materialisierung des Hofes wechselt an den Hofecken zum städtischen Umfeld mit Betonelementen, welche mit ihren prägnanten Tiefenreliefs und den unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen ihre Gestaltungsreferenz beim denkmalgeschützten Nachbargebäude an der Badenerstrasse finden und diese zeitgemäss um- und fortsetzen.

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